Kennst Du diese Situation?

– Du hast alle zu bearbeitenden Themen im Blick?

– Du gehst abends mit dem Gefühl nach Hause, dass Du alles Notwendige erledigen konntest?

– Du erkennst auf einen Blick die aktuelle Situation Deines Unternehmens?

– Du kümmerst Dich um die Zukunft Deines Unternehmens statt in Meetings zu sitzen?

– Dein Unternehmen wächst wie von alleine und Du kannst nachts wieder ruhig schlafen?

Hast Du vielleicht bei der einen oder anderen Frage mit dem Kopf geschüttelt? Wenn ja, dann lese hier, warum auch ich Anfang 2015 diese fünf Punkte teilweise mit nein beantwortet und dann aktiv beschlossen habe, diese Neins wieder in Jas umzuwandeln.

Lego & Erfinder

Ich selbst habe es schon als Kind geliebt Dinge zu organisieren und zu strukturieren. Gemeinsam mit meinem Bruder habe ich stundenlang Lego- und Playmobilwelten aufgebaut. Als ich älter wurde, haben mich vor allem die Geschichten über erfolgreiche Menschen, die Dinge erfunden und Unternehmen gegründet haben, fasziniert.

Mikrokosmos in Konzernen

Da ich selbst aber keine kreative Erfinderin war, studierte ich erst einmal BWL. In meiner Vorstellung stand mir damit die Welt der Organisation und Strukturen in Unternehmen offen. Da ich an der dualen Hochschule in Mannheim studierte, bekam ich alle sechs Monate Einblick in eine andere Abteilung eines großen internationalen Energiekonzerns. Mir fiel auf, wie wenig die Mitarbeiter über die jeweils anderen Abteilungen Bescheid wussten und wie sehr sie alle in ihrem Mikrokosmos gefangen waren.

Alle nur erdenklichen Management-Werkzeuge wurden angewendet. Ich selbst erarbeitete und führte das System der Balanced Scorecard in einem Teil des Konzerns ein. Statt die Kollegen einzubeziehen, sollte ich das Projekt komplett alleine stemmen. Eine tolle Herausforderung für eine Studentin! Aber in der Realität war das Projekt schon dem Untergang geweiht bevor es überhaupt anfing. Es entwickelte definitiv nur die Durchschlagskraft eines Wattebauschs.

Weniger ist mehr

Während wir uns in diesem Konzern in Deutschland mit Listen nur so bewarfen (und Listen der Listen erstellten, um die Liste davor zu kontrollieren), stellte ich bei meinem Auslandseinsatzes bei dem gleichen Konzern in Madrid, Spanien fest, dass sie dort über lediglich drei Berichte verfügten. Interessanter Weise kamen beide Niederlassungen trotz dieser unterschiedlichen Voraussetzungen auf ähnliche Ergebnisse. Nur erledigten in Deutschland die gleiche Arbeit 3 Mal so viele Menschen wie in Spanien. Kein Wunder bei der Selbstverwaltung…

Deswegen war die Konzernwelt nichts für mich

Ich wollte wenige Dinge richtig machen. Dies führte mich zu verschiedenen Anstellungen in anderen Branchen und Unternehmensgrößen. Aber kein Unternehmen passte so richtig zu mir. 2009 beschloss ich daher mich selbstständig zu machen. Aber mit was? Ich hatte noch immer keine zündende Produktidee.

Der übliche Weg

Klar – ich wurde Unternehmensberaterin zum Thema Qualitätsmanagement und ISO 9001. Das war doch so naheliegend, da ich darin richtig gut war. Auch meine Mentoren und mein sonstiges Umfeld riet mir dazu. Doch auch in der Rolle der Unternehmensberaterin fühlt ich mich nicht wohl. Mit den klassischen Beratern konnte ich mich so gar nicht identifizieren. Ich wollte auf keinen Fall so werden wie sie es in meiner Vorstellung immer waren. In 2013 entwickelte ich endlich mein erstes eigenes Produkt: WIKIpro wurde als digitale Wissensplattform zur besseren Kommunikation von organisatorischen Informationen geboren. Mir wurde allerdings auch schnell klar, das ich kein klassisches IT-Unternehmen aufbauen wollte. WIKIpro war für mich nur Mittel zum Zweck für Unternehmen, die kein Intranet hatten und ein digitales Kommunikationsmittel auch für organisatorische Informationen benötigten.

Einfach anders als die anderen

Ich probierte viele Dinge im unternehmerischen Umfeld aus. Alles funktionierte auch irgendwie, aber nie so richtig erfolgreich. Ich konnte immer gut davon leben. Hatte aber immer auch das Gefühl, es fehlt noch etwas. Irgendwie war und dachte ich immer anders als die anderen. Ich liebe Strukturen und ich stehe hinter den Themen der ISO 9001. Aber mir gefiel nicht, was in der Praxis aus dieser einfachen Theorie gemacht wurde. Ich zermarterte mir unablässig den Kopf, um die für mich und meine Kunden perfekte Lösung zu finden. Aber irgendwie kam die nie, denn ich dachte weiterhin wie der Mainstream an Beratern.

Innehalten kann helfen

Stattdessen kam in 2014 der Hörsturz. Die oben genannten 5 Fragen beantwortete ich zu dieser Zeit alle mit nein. Von diesem Tag an versuchte ich besser “hinzuhören”, was mein Kopf und mein Bauch mir sagen wollten. Neue Themen wie Minimalismus, Achtsamkeit und Selbstmitgefühl traten in mein Leben. In 2015 fiel mir das Buch Magic Cleaning von Marie Kondo in die Hand. Damit lebte ich auf. Für mich war logisch, wenn erst einmal mein Zuhause entrümpelt und aufgeräumt war, würde auch mein Kopf wieder klarer werden. Es war an der Zeit alte Dinge wegzugeben und neues zu beginnen.

Auch wenn der Weg dann doch länger gedauert hat als ich dachte (Geduld ist nicht so meine Stärke), fügten sich 2018 die Puzzleteile zusammen. Egal was alle anderen Management-Gurus sagen, für mich war und ist weniger immer noch mehr! Was Marie Kondo im Privaten hinbekam, übertrug ich auf die Geschäftswelt.

Minimalismus in Unternehmen

Die britische Autorin Maggie Toy fasst es für mich perfekt zusammen: “Minimalismus führt zu einem einfachen und fokussierten Leben.” Alles hat seinen Platz und “Man verschwendet seine Zeit nicht damit, Dinge zu suchen.” Das Gleiche gilt auch in der Arbeitswelt. Minimalismus ist ein echter Mehrwert für Unternehmen. Die Themenbereiche, die betrachtet werden müssen, bleiben die gleichen wie vorher. Aber mit einfachen und wenigen – aber den richtigen –

Werkzeugen und einer klaren Kommunikation sind viele Probleme plötzlich ganz leicht zu lösen. Klarheit und Fokus sind in einer komplexen Welt das A und O.

2019 beginnt die neue Reise

Meine Mission ist es die Strukturen und den Arbeitsalltag in  Unternehmen so zu vereinfachen, dass Wachstumspotentiale explosiv zünden.

Mein in 2018 erarbeitetes MIU-Konzept wird in 2019 sowohl in ein Buch als auch in ein Handbuch (mit Vorlagen zur Umsetzung) gegossen. Es wird das “MIU 1×1” E-Mail-Programm sowie die Umsetzungsrevolte und den Umsetzungslotsen geben.

Es macht riesigen Spaß alles auf den Punkt zu bringen. Endlich erscheint alles, was ich gelernt und erfahren haben, schlüssig. Es ist jetzt an der Zeit die Rakete zu zünden!